Yoga Nidra, übersetzt „Yoga Schlaf“. Das Wort bedeutet „sich auf einen bestimmten Punkt richten“.

Die meisten Menschen schlafen, ohne ihre Spannungen vorher zu lösen. Nidra bedeutet ganz allgemein Schlaf, also auch Schlaf in verspanntem Zustand. Yoga Nidra aber ist der Schlaf, nachdem alle Lasten entfernt wurden. Es ist eine völlig andere und neue Qualität.“ (Swami Satyanda Saraswati)

 

Mit Yoga Nidra zur bewussten Tiefenentspannung

 

Jede(r) fühlt sich bereits nach der ersten Übung befreit und glücklich.

Die Wirkung von Yoga Nidra auf Körper und Geist ist vielfältig und wirkt dem Stress entgegen.

Vor allem bei psychosomatischen Krankheiten findet Yoga Nidra erfolgreich Anwendung und kann Depressionen und Ängste lindern.

 

Zur Übung sucht man einen ruhigen Ort auf, an dem man nicht gestört wird, legt sich auf eine Matte und deckt sich mit einer leichten Decke zu. Der Körper liegt völlig entspannt und man atmet achtsam ein und aus, während man auf den Text hört. Zuerst geht man mit seinen Sinnen noch einmal nach außen: man spürt die Unterlage, nimmt den Geruch des Raumes wahr, hört die Geräusche der Umgebung. Danach schaltet man alle Sinne außer dem Gehörsinn ab. Am Beginn der Yoga Nidra-Übung  sagt man dreimal seinen innersten Vorsatz (Sankalpa) achtsam und voller Vertrauen auf. Diesen kurzen positiven Satz wählt man einmal aus und benutzt ihn dann für lange Zeit. Nun beginnt Yoga Nidra, das bewusste Wahrnehmen der Körperteile. Man beginnt auf der rechten Seite: Hand, Arm, Seite, Hüfte, Bein, Fuß. Danach geht man gedanklich in die linke Seite. Es folgen Körperrückseite und die Körpervorderseite mit dem Kopf. Darauf folgt die bewusste Wahrnehmung des Atems.

 

Die Atembewegung des Bauches wird beobachtet und mit dem gedanklichen Rückwärtszählen verbunden. Zum Schluss der Yoga Nidra- Übung folgt die Visualisierung. Man wird aufgefordert, sich ein Bild von bestimmten Begriffen zu machen, z.B. „brennende Kerze“ oder „weiße Wolken ziehen am blauen Himmel“. Die Bilder laufen wie ein Film im Unterbewusstsein ab. Man beginnt immer mit dem Visualisieren dynamischer Bilder und endet mit statischen Bildern. Zu Beginn der Visualisierung können ablenkende Bilder auftauchen, die Symbole aus dem Unterbewusstsein sind. Sie bestimmen oft unsere Gedanken und unsere Wahrnehmung und zwingen uns zu Reaktionen, die wir nicht wollen (alte Muster). Die Visualisierungstechnik hilft uns, diese alten Muster aufzulösen. Man beendet die Yoga Nidra-Übung, indem man wieder dreimal den Vorsatz, den Sankalpa wiederholt. Danach nimmt man wieder mit allen Sinnen die Umgebung wahr. Mit Dehnungen von Armen und Beinen und tiefen Ein- und Ausatmen wird der Kreislauf belebt. So geht man gestärkt wieder in den Alltag zurück.